11.06/12.06.2005 Trainerausbildung GMTF Part IV
Hallo,
am 11.06.2005 und 12.06.2005 fand im Hanum Camp in Haltern der bereits IV. Teil der Trainer C Ausbildung der GMTF unter der Leitung von Ralf Kussler und Winfried Peters statt.
Wie auch bei den vorangegangenen Veranstaltungstagen gab es wieder eine Menge aus dem Muay Thai sowie allgemeinen Sportbereich zu erfahren bzw. zu erlernen. Dies geschah wie immer neben dem nötigen Ernst auch in Verbindung mit jeder Menge Spaß.
Am Samstag begann der „Arbeitstag„ für uns um 10 Uhr pünktlich mit ausführlichen Fachbeiträgen von Ralf zu den Themen:
Grundvoraussetzungen (gesetzlicher sowie allgemeiner Natur) für den Aufbau/das Leiten einer Kampfsportschule: Hierbei handelte es sich nicht nur um trockene Theorie, sondern eine Verbindung von Theorie und Praxisbeispielen. Allgemeine rechtliche Dinge wurden ebenso erläutert, wie auch spezielle Haftungsfragen. Dabei wurde näher auf die Aufsichtspflicht eines Trainers und Aufsichtspflichtverletzungen sowie mögliche Rechtsfolgen, eingegangen. Es ging es nicht nur um rechtliche Konsequenzen, sondern auch um den komplexen Bereich der
Verletzungen:
Von Ralf wurden die simplen „ Verletzungen„ wie z.B. Muskelkater, aber auch schwerere bis schwerst wirkende Verletzungen wie z.B.: Schock,Schulterverletzungen, Nasenbein-,Kiefer-, Rippenbrüche, bis zu Schädelverletzungen und Wirbelsäulenbrüchen abgehandelt. (Wir hatten da noch Glück – keine praktischen Übungen) Es wurden die Symptome sowie die Gegenmassnahmen ausführlichst behandelt. Dies war mit dem ein oder anderen negativen Erlebnis aus der Praxis veranschaulicht worden. Man kann eben, wenn man solche Sportarten wie Muay Thai ausübt, das Thema schwere Verletzungen nicht ausschließen. Allerdings erfuhren wir hier auch, dass Muay Thai erst an 17.ter Stelle bei den Verletzungen kommt. Man mag es kaum glauben, aber am gefährlichsten ist Joggen gefolgt von Fußball. Also bloß nicht joggen oder Fußball spielen, wenn ihr Kampfsport macht.
Durch die aktive Mitarbeit der Teilnehmer wurde natürlich der ein oder andere Eventualfall durchgespielt. Die goße Frage was wäre wenn ? stand dabei im Vodergrund. Für den Fall der Fälle sollte man auf jeden Fall mental gewappnet sein um nicht in Panik zu geraten oder gar falsche Aktivitäten einzuleiten. Hier kann ggfs. großer Schaden entstehen.
Nach der Mittagspause ging es unter der Leitung von Ralf zum Praxisteil über.
Zum Aufwärmen war Schattenboxen angesagt. Schon hier griff Ralf teilweise mit fundierte Anmerkungen in die Geschehnisse ein. Kommentare zu Schrittfolgen, fehlende Deckung usw. sollten den Teilnehmern helfen eventuelle Grundfehler abzustellen. Mir wurde sogar verdeutlicht, dass ich die Ringmitte zu verteidigen habe, wie beim Kampf und nicht wie man sich so bewegt, die Seile. PS: Hatte ich vorher noch nie wirklich drüber nachgedacht. Aber das war die Macht der Gewohnheit.- gut dass man von Aussen die Verhaltensweisen und Fehler besser sehen kann. (Wenn man sie denn erkennt – und Ralf kann das leider oder Gott sei Dank gnadenlos gut) Somit wurden Fehlstellungen und auch fehlerhafte Bewegungen von vornherein abgestellt.
Danach ging es zum „Ram Muay„ über.Diesen von Schule zu Schule abweichenden Boxertanz haben wir sehr intensiv zuerst zusammen und dann zu zweit geübt. Man merkt sofort, dass er sehr viel Übung bedarf. Ich kann nur sagen Respekt vor jedem, der ihn flüssig vorführen kann. Was so leicht aussieht ist in Wirklichkeit harte „Arbeit„ und erfordert ein sehr gutes Koordinationsvermögen.
Der „Ram Muay„ wurde in einzelne Teile zerlegt, die ausführlich von Ralf erklärt wurden. Auch der historische Backround sowie die Bedeutung einzelner dargebotener Formen wurde ausführlich behandelt.
Nach ca. 1 ½ Stunden wurden diverse Box-, Block- und Konter- sowie Ellenbogentechniken aus dem 6. KHAN Prüfungsprogramm geübt und einstudiert. Auch hier wurden die einzelnen Techniken erläutert und eventuelle Fehler korrigiert.
Nach 18 Uhr hieß es dann „Cool Down„ eines anstrengen aber sehr zufriedenstellenden Tages.
Sonntag 12.06.2005 gleiche Location wie Samstag gleiche Zeit (10 Uhr) aber ein Mann mehr am Tisch: Wilfried Peters. – Wenn man genau ist mindestens 10 Minuten zu spät, was mit einem kollektiven „Mahlzeit„ quittiert wurde.
Aber er lässt sich nicht irritieren und ist schnell in seinem Element. Nach der Begrüßung knüpft er an das Thema Haftungsfragen vom Vortag an und erklärt ausführlich die Begriffspaarungen Fahrlässigkeit, grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz. (War sein „zu spät kommen„ etwa Vorsatz??) Na ja, egal, auf jeden Fall wurden die Rechtsfolgen aus o.g. Verhaltensmaßnahmen anhand von Fallbeispielen ausführlich verdeutlicht.
Danach wurden Fragen wie „Was ist Training?„ sowie Begriffe wie Superkompensation, Fitness,Konditionstraining,Kondition, Trainingsplanung, Funktionsgymnastik und Belastungssteuerung/Belastungsgrößen erläutert und vertieft. Dies geschah natürlich wie immer in reger Diskussion aller Teilnehmer. Jeder hatte so seine konstruktiven Anmerkungen und auch manch guten Tip bezüglich Ernährung etc. zu machen. Gerade von dieser Kommunikation unter den Teilnehmern profitiert man am meisten. Des einen Problem wird vielleicht durch den ein oder anderen nicht bekannten Tip gelöst. So sind eigentlich unsere Diskussionen Bereicherungen für alle, da wir z.T. doch verschiedene Schwerpunkte in unseren „Sportlerkarrieren„ gesetzt haben bzw. setzen.
Im Anschluß hatten wir in gebildeten Teams die Aufgabe bekommen, aus jeweils 5-7 Übungen zum Kraftttaining sowie zur Dehnung ein adäquates Programm zur Unterstützung der zwei angesprochenen Bereiche, zu erstellen .
Die Übungen wurden dann praktisch von allen unter Leitung der jeweiligen Teams durchgeführt und anschließend detailliert besprochen. (Was war besonders geeignet und warum? – aber auch konstruktive Kritik wurde angebracht.)
Desweiteren haben wir in sehr ausführlichem und umfangreichen Rahmen verschiedenste Übungen der Funktionsgymnastik besprochen und z.T. auch umgesetzt. Dabei war nicht nur das fundierte Wissen des Referenten Wilfried Peters besonders zur Veranschaulichung geeignet, sondern die Teilnehmer haben aufgrund Ihrer verschiedenen sportlichen Laufbahnen auch Ihren Teil dazusteuern können. Man hat sich praktisch gegenseitig ergänzt.
Zum Abschluß des umfangreichen und sehr interessanten Tages haben wir sechs Prüflingen bei der Absolvierung Ihrer Khanprüfungen zusehen können. Diese wurden von Ralf abgenommen und durchweg mit Bravour – auch und sogar gerade von den jüngsten Teilnehmern – bestanden.
Alles in allem wieder zwei abwechslungsreiche und hochinteressante Tage in einem tollen Team und mit zwei erstklassigen Referenten. Ich habe ebenfalls den starken Eindruck erhalten, dass sich hier nicht eine Zweckgemeinschaft die ein bestimmtes Ziel erreichen will- gebildet hat, sondern eher ein freundschftliches Verhältnis zwischen allen Beteiligten entstanden ist. Dementsprechend „familiär„ geht es bei den Seminartagen in Haltern zu. Neben dem Leistungsgedanken findet der Spaßfaktor auch seinen Platz und gerade wegen dieser Mischung sind mir diese Tage doch sehr wichtig geworden.
Ich jedenfalls freue mich zu allererst auf das Oomsin Seminar am 9.07. in Haltern und dann natürlich auf den nächsten Seminarblock im September. Ich denke so wie mir geht es den anderen Teilnehmern ebenfalls.
Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Ein-/Überblick über das letzte Wochenende vermitteln und verbleibe mit sportlichen Grüßen aus Dortmund
Frank
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10.09/11.09.2005 Trainerausbildung GMTF Part V
Hallo,
am 10.09.2005 und 11.09.2005 fand im Hanum Camp in Haltern der bereits V. Teil der Trainer C Ausbildung der GMTF unter der Leitung von Ralf Kussler und Winfried Peters statt.
An diesem Wochenende galt es für die Teilnehmer einige Techniken aus dem Muay Thai zu wiederholen und zu vertiefen, aber auch neue Aspekte dieses interessanten Sports zu erlernen.
Am Samstag den 10.09. fingen wir mit dem Praxisteil unter der Leitung von Ralf an. Nach dem ausführlichen Aufwärmen folgte die Wiederholung und Vertiefung der Grundtechniken einzelne sowie auch in notwendigen Partnerübungen. Diese wurden ebenfalls durch Kombinationen an den Pratzen trainiert. Nach einer großzügigen Mittagspause, die sich auch alle Teilnehmer verdient haten, ging es unter der Leitung von Wilfdried Peters zum Theorieteil über. Zunächst erfolgte eine Vorstellung der einzelnen Teilnehmer, da 2 neue Teilnehmer die „alt bekannte„ Runde erweiterten. Danach stellte Wilfried die Grundlagen der Kommunikation dar und evrmittelte das bekannte Vier-Ohren Modell (Selbstoffenbahrungsohr, Beziehungsohr, Sachohr und Appellohr) welches ein elementarer Bestandteil der Kommunikation ist. Dabei wurde ebenfalls die Eisbergtheorie einbezogen und erläutert. Nach der Vorstellung verschiedener Führungsstile und Modellen, erfolgte ein erneuter Exkurs zu den Haftungsfragen und daraus abzuleitenden Konsequenzen.
Am späten Nachmittag folgte erneut ein Praxisteil unter der Leitung von Wilfried Peters. Nach dem Aufwärmen galt es für jeden Teilnehmer Roundhousekicks am Sandsack vorzuführen und deren Ausführung durch alle Teilnehmer abschließend zu analysieren. Dabei wurden Aspekte wie Haltung, Kraft oder/und Schnelligkeitsbetonte Ausführung besprochen.
Nach dem anspruchsvollen Samstag folgte am Sonntag den 11.09. nach einer Videovorführung vereinzelter Kämpfe nebst Analyse von Ralfs Kämpfen, ein erneuter umfangreicher Praxisteil unter der Leitung von Ralf. Anschließend an ein ausgiebiges Aufwärmprogramm das zusammen sowie ergänzend auch durch einzeln vorgstellte Übungen absolviert wurde, wiederholten und vertieften wir die Mae Mai sowie Look Mai Techniken. Zusätzlich erfolgte eine Wiederholung und Vertiefung der einzelnen Ellenbogentechniken.
Sehr interessant war dann die Übung des „richtigen„ Verhaltens im Ring sowie speziell an den Seilen inklusive Positionswechsel durch schnelles „herumreissen des Gegners„.
Nach der Mittagspause stand erneut der Wai Kru/Ram Muay in Formation sowie Einzeldarstellung auf dem Programm. Ralf erklärte die einzelnen Bestandteile und stellte auch Unterschiede zu anderen Camps heraus. Erklärend wurden immer auch historische sowie kulturelle Aspekte hervorgehoben.
Am späten Nachmittag endete wiederum ein interessantes und abwechslungsreiches Wochenende auf dem Weg zur Trainerlizenz C (Muay Thai) der GMTF.
Gemessen an der Resonanz der Teilnehmer wurden die Erwartungen und Bedürfnisse der Teilnehmer, die immerhin teilweise eine weite Anreise hatten (Raum Hamburg sowie Saarbrücken), mehr als erfüllt. Ich freue über die erlernten/vertieften Kenntnisse und denke wir werden beim 6.Teil der Ausbildung Anfang Oktober wieder eine Menge Spaß und Action haben.
Bis dahin verbleibe ich mit sportlichen Grüßen aus Dortmund
Frank
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01.10./02.10.2005 Trainerausbildung GMTF Part VI
Tja,
wie die Zeit doch vergeht. Am 01.und 02.10.2005 famd nunmehr der VI.. Teil der Trainer C Ausbildung der GMTF unter der Leitung von Ralf Kussler und Wilfried Peters statt.
Der Samstag begann in „alt bekannter Runde„ mit einem ausreichenden Aufwärmtraining. Im Anschluß daran folgte eine vertiefende und sehr willkommene Wiederholung der Grundtechniken speziell der Schritttechniken inklusive Blocktechniken mit den Beinen. Danach folgte eine ausgiebige Wiederholung der Mae Mai/Look Mai Tehniken via Partnertraining. Diese sind nicht nur Hauptbestandteil des Muay Thai, sondern sie werden ebenfalls bei den Khan-Prüfungen im Dezember eine wichtige Bedeutung haben.
Nach einer angemessenen Mittagspause im China Imbiss hatten wir die Möglichkeit einen kurzen Einblick in eine ATFS (Anti Terror Freestyle)Vorführung der Inzana Martial Arts Academy (inzana-academy.de)per DVD zu bekommen. Hier wurde klar, daß in dieser Diziplin ebenfalls sehr zahlreiche sowie äußerst effektive Muay Thai SV-Techniken vertreten sind. Ebenfalls wurde hier verdeutlicht welch hervorragende Trainerarbeit von Ralf Kussler sich auch in anderen Systemen wiederfinden lässt.
Ein folgender äußerst umfangreicher Theorieteil aus dem Bereich der Sportmedizin folgte. Dieser wurde wie immer souverän von Wilfried Peters abgehalten. Im speziellen wurde der komplexe Bereich der Muskeln und Knochen abgehandelt. Hier wurden Bedeutung und Funktion vordergründig in Kombination mit Dehnübungen spezieller Muskelgruppen abgehandelt. Desweiteren waren Thema: Gelenke, Kapseln und Sehnen, sowie die erste Verhaltensregel bei Verletzungen: die PECH-Regel. Sie steht für P(Pause)-E(Eis)-C(Compression) und H(Hochlegen) und beschreibt prinzipiell die allererste Verhaltensregel für Übungsleiter/Sportler bei Verletzungen.
Ebenso wurden diverse Verletzungsthemen wie Schleimbeutelentzündungen und Bandscheibenvorfälle behandelt. Ralf und Wilfried berichteten ebenfalls von Verletzungen, die sie während ihrer sportlichen Laufbahnen hatten beobachten bzw. teilweise sogar am eigenen Leib hatten spüren können. Genauso kompetent stand uns unser eigener Partner Kim Koppitz, der immer nähere Erklärungen durch seinen Beruf als Rettungsassistent (Feuerwehr) parat hatte, zur Seite. Somit haben wir ein sehr kompetentes Team zur Abdeckung der Sportmedizin an Bord.
Nach diesem doch abwechslungsreichen und interessanten Tag stand der Sonntag wieder im Zeichen der Muay Thai Praxis.
Nach dem Aufwärmen galt es sich wieder den wichtigen Mae Mai/Look Mai Techniken zu widmen. Dies geschah wie immer unter der kompetenten Leitung von Ralf mittels Partnerübungen. Hierbei ist eigentlich besonders hervorzuheben, daß die Techniken von Ralf nicht einfach nur vorgemacht werden, sondern er im Prinzip bei jedem einzelnen die Techniken korrigiert und ggfs. Hilfestellung bei der korrekten Ausführung gibt.. Auch werden historische Anmerkungen zu den Techniken von ihm vorgenommen und auch die Techniken ins Deutsche übersetzt, was für den ein oder anderen Teilnehmer sehr hilfreich, aber eben nicht selbstverständlich ist. Zum Abschluß des Vormittages wurde mit dem jeweiligen Partner ein Showsparring, das Mae Mai/Look Mai Techniken beinhaltete,absolviert. (echt nicht einfach)
Nach unserer chinesischen Mittagspause (also ich muß sagen wirklich ein super Laden)
gings dann wieder zum Aufwärmen und anschließend wurden wiederum Mae Mai / Look Mai Techniken einstudiert.
Gut eine halbe Stunde später verteilte dann Ralf Messer unter den Teilnehmern (PS: Ob die wohl im Chinaimbiss den Verlust bemerkt haben?) und es ging an Selbstverteidigungstechniken gegen Messerangriffe. Hier zeigte sich Ralfs Präzision und Routine in der Anwendung der SV-Techniken, während ich im Ernstfall wohl ein paar mal gestorben wäre (oder geht das vielleicht doch nur einmal?) Nach einiger Übung ließ sich aber der ein oder andere Erfolg in der Abwehr verzeichen. Soetwas macht man halt nicht so oft, aber es ist hoch interessant wenn man plötzlich mit so einer Situation konfrontiert wird. Weitere Muay Thai spezifische SV-Techniken z.B. gegen Würgen von vorne und Umklammerung von hinten folgten. Diverse Abwehrtechniken wuden einstudiert und Partnerweise geübt.
Ralf hat uns ebenfalls die Wirksamkeit von Druckpunkten im Gesichtsbereich/Hals und an den Armen eindrucksvoll demonstriert. Die Wirkung einiger Punkte ist doch schon arg extrem und kann durch Hilfsmittel wie Schlüssel, Stift oder andere spitze Gegenstände sehr effektiv und schmerzhaft erhöht werden.
Zum Abschluß der zwei wiederum spitzenmäßigen Tage stand das taktische Verhalten gegen mehrere Angreifer. Hierbei wurde ganz besonders der eigene Standpunkt zu den Angreifern in den Vordergrund gestellt. D.h. wo man selbst stehen sollte und wo nicht um sich nicht selbst zu gefährden. Eigentlich ganz logische Sachen, aber im Ernstfall hätte ich wahrscheinlich nicht auf diese wichtigen Aspekte geachtet..... aber was rede ich....ich war ja schon bei der Messerabwehr tot.......
Also alles in allem wieder zwei tolle Tage mit dem nötigen Ernst und Disziplin aber auch mit einer Menge Spaß. Deswegen freue ich mich über das neu gelernte (insbesondere Messerabwehr) und auf das kommende Wochenende im November.
Ich frage mich heute schon was ich wohl nächstes Jahr machen werde, wenn der Lehrgang vorbei ist, denn wir sind schon über die vergangen Monate eine wirklich tolle Gruppe geworden in der es sehr freundschaftlich zugeht und in der wir eine Menge Spaß und Abwechslung haben. –Aber ich habe gehört, da soll es doch vielleicht noch eine B-Lizenz und Aufbaulehrgänge geben................
In diesem Sinne mit sportlichen Grüßen aus DO Frank
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23.10.2005 Seminar mit Black Korat im Thai Gym Köln
Na da war ich doch am Sonntag 23.10.2005 auch bei diesem Seminar anwesend. Köln Thai Gym 10 Uhr.
Zunächst einmal über das Gym selber:
Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Tolle Ausrüstung, ein vorhandener Ring ,große Spiegelwand und sehr gepflegtes Ambiente. Wirklich eine Location zum wohlfühlen. Wäre ich in Köln wohnhaft, wäre es sicher meine TOP-Adresse.
Die Veranstalter Ed und Apideth: Zwei wirklich zuvorkommende und faire Sportsleute, die ohne jeden Zweifel ihr Handwerk absolut professionell betreiben und es auch verstehen. Für Fragen bezgl. Techniken und auch kultureller Dinge waren sie immer offen. Wirklich großes Lob an die beiden.
Nach einem sehr anstrengenden Aufwärmtraining (Dehnen,Laufen inklusive einer Art Froschsprung(megaanstrengend), Schattenboxen, Knieblocks mit anschließendem Tritt (immer und immer wieder-puuuuh),jede menge Liegestützen und Sit Ups(Für mich teilweise ungewohnt auch weil mit freundlichem thailändischen Drill ausgeführt und nicht endend wollen) PS: hatte doch tatsächlich am nächsten Tag schweren Muskelkater an ungeahnten Stellen gings weiter zu verschieden Techniken am Sandsack. Sehr anstrengend mit dem Fuß den Sandsack weg zu kicken und anschließend mit dem gleichen Bein einen Halbkreistritt gegen den Sandsack auszuführen. verschiedene Boxkombinationen usw. Danach ging es zu verschiedenen Technikübungen im Ring weiter, taktisches Verhalten im Ring, Clinchen mit gleichzeitigen Knieeinsatz und diverse Pratzentechniken auf Anweisung. Zwischen durch wurden auch Basistechniken und deren korrekte Ausführung vorgemacht und erklärt. Angedeutetes Sparring wurde ebenfalls gemacht.
Alles in allem 4 volle Stunden Fullpower. Ebend nach echt thailändischer Manier. Für mich hatte es leider nur für ca. 1,5 Stunden konditionell gereicht, da ich die Woche davor krank war. Aber das Seminar war so interessant, dass ich mir nach einer kurzen Dusche alles bis zum Schluss angesehen und angehört habe. Man muss halt persönlich aus einigen Situationen das Beste machen. Nach dem Seminar habe ich mir von Apideth auch über das wöchentliche Programm erzählen lassen und auch wie oft die Leute so trainieren kommen, wie die Wettkampfvorbereitung aussieht und war wirklich stark beeindruckt. Ein mir vorgelegtes Muay Thai Tagesprogramm erinnerte mich an Profitagesabläufe im thailändischen Camp. Also meine Empfehlung an alle interessierten "Muay Thailer" wenn ihr leistungsbezogenes echtes und auch hartes Training erleben wollt, dann braucht ihr nicht nach Thailand zu fahren, sondern nach Köln ins Thai Gym. Besser geht es kaum. Mein Tip: Bringt aber jede Menge Kondition mit, sonst ist es nicht zu schaffen.
Ansonsten war es für mich ein wirklich tolles Erlebnis in einer absolut gepflegten Umgebung mit sehr guten Trainern. Ich kann es nur jedem empfehlen dort mal rein zu schnuppern. Ich werde sicherlich auch noch einmal die Gelegenheit nutzen.
In diesem Sinne schöne Grüße aus Dortmund an Ed und Apideth
Frank
Schaut doch mal rein: www.thai-gym.de |
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03.12.2005 Kampfrichterlehrgang WMF Part I
Hallo,
am 03.12.2005 und 04.12.2005 fand im Base in Gelsenkirchen ein großes Muay Thai Wochenende statt.
Zunächst ein komprimierter Bericht des Kampfrichterlehrgangs:
Am Samstag den 03.12.2005 begann das lange Wochenende gegen 11 Uhr unter der Leitung von GM Woody, Kevin Lloyd und Ralf Kussler und ca 15-20 interessierten Teilnehmern, u.a aus der Schweiz, Österreich und Sardinien sowie aus Deutschland mit dem 1. Teil des Ring- und Kampfrichter Lehrgangs.
Es sollen noch 2 Teile zu diesem Kompaktlehrgang folgen. Der nächste wird Mitte Januar ein 2 Tageslehrgang sein und wahrscheinlich in Gelsenkirchen (http://www.at-the-base.de) PS: thanks to Joshi (war wirklich cool bei euch) oder Haltern (http://www.hanuman-camp.de) stattfinden. Der 3.Teil ist noch offen.
Der Kampfrichterlehrgang begann mit einer sehr interessanten Vorstellung des „Kampfrichter-Jobs„und Wichtigkeit und einer kurzen Vorstellung des ca. 70 seitigen Regelwerkes der W.M.F.
Danach wurde jedem Teilnehmer die Punktwertung sowie das korrekte Ausfüllen der Scorecard sowie ihre einzelnen Bestandteile erklärt.
Einige Begriffe und Abkürzungen hätte der Laie sicherlich nicht deuten können, ohne sie vorher erklärt bekommen zu haben. Da waren z.B Abkürzungen wie R.S.C (Referee Stopps contest), CCTL (Count to the Limit= 3x angezählt in einer Runde (bis 8) oder 4x über die gesamte Kampfdistanz) oder aber W.P. (Win by points) etc.
Also es wurde praktisch eine Scorecard, die jeder Teilnehmer in Kopie bekam, bis ins kleinste Detail durchgesprochen. Man bekam exakt vermittelt, was wo zu stehen hat und welche Bedeutung die Begriffe haben.
Desweiteren wurde die Positionierung aller Beteiligten am und im Ring besprochen und auch deren korrektes Verhalten aufgezeigt. Man bekam z.B. vermittelt, dass Warnungen des Ringrichters gegenüber dem Kämpfer für alle Beteiligten gut sichtbar sein müssen, weil der Zuschauer in der letzten Reihe bei vollem Haus (was natürlich insbesondere für die Kampfrichter gilt) nicht alles was der Ringrichter so sagt, aufgrund der Lautstärke auch versteht.
Danach wurden praktisch die Lehrgangsteilnehmer zum Rollenspiel gebeten. Eine komplette Kampfsituation von Beginn (Einnahme der Plätze aller Beteiligten: Punktrichter,Ringrichter,Zeitnehmer und Arzt sowie Kämpfer) wurde simuliert und bis hin zum korrekten Ablauf (Überprüfung der Schutzausrüstung der Kämpfer/Kampf und anschließender Wertung) wurden spielerisch durchgeführt.
Dabei wurden ebenfalls Erklärungen zu einzelnen Aktionen gemacht, ggfs. Falsche Verhaltensweisen korrigiert und Fehlerquellen abgestellt.
Ebenfalls waren die Teilnehmer dazu angehalten ihre Meinung über eventuelles Verhalten/Fehlverhalten des Ringrichters und auch Wertung der Showkämpfe abzugeben. Die war wirklich eine sehr gelungene Form des Lernens: Learning by doing.
Nun konnte im Prinzip jeder am eigenen Leib feststellen, wie schwer doch die Aufgabe des Ringrichters ist. Manche machten halt schon Fehler bei der Überprüfung der Schutzausrüstung, andere bei der Aufstellung im Ring und der Dritte hatte die Verbeugung oder den Sichtkontakt zu den Kampfrichtern einfach vergessen.
Wahrlich kein leichter Job.
Hierbei spielten auch die gelernten Befehle wie chok (Kämpft/Kampf), yut (Stop) sowie yak( auseinander) eine bedeutende Rolle. Man verzeihe mir evtl. Schreibfehler.
Alles in allem eine absolute interessante Erfahrung, was die Aufgaben von Ring- und Kampfrichter und deren verhalten angeht. Auch waren die Rollenspiele in dieser Form wirklich einmalig und auch sehr einprägsam. Eine optimale Lernmöglichkeit. Da kann man wirklich sehen, dass die Aktionen mehr bringen als jede graue Theorie.
Abschließend wurde den Teilnehmern die Punktwertung per EDV/PC System vorgestellt. Eine wirklich gelungene und interessante Vorstellung.
Mein Fazit zu dem Lehrgang:
Es war wirklich sehr lehrreich, und auch so umfangreich, dass ich hier wirklich nur einen kleinen Einblick geben kann. Eine durch seine außergewöhnliche Darbietungsform und Detailreichtum herausragende Veranstaltung.
Ich danke hiermit speziell GM Woody, Kevin Lloyd und auch Ralf Kussler für die wirklich perfekte Organisation des Seminars sowie der tollen Art der Vermittlung.
Ich persönlich habe das Seminar als eines der interessantesten, die ich bisher besucht habe, empfunden. Aber auch das Feedback einiger Teilnehmer bestätigt mein Empfinden.
Ich freue mich auf den 2.Teil der Ring- und Kampfrichterausbildung.
In Kürze werde ich einen kurzen Abriss über das anschließende Muay Thai Seminar mit GM Woody, Kevin Lloyd und Ralf Kussler geben sowie meine Eindrücke von der GMTF Trainerabschlussprüfung schildern.
In diesem Sinne mit sportlichen Grüßen aus DO Frank |
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03.12.2005 Muay Thai Seminar mit GM Woody
Hallo,
am 03.12.2005 und 04.12.2005 fand im Base in Gelsenkirchen ein großes Muay Thai Wochenende statt.
Nun ein komprimierter Bericht des Hauptseminars:
Nachdem der Ring- und Kampfrichterlehrgang absolviert war, hatten alle Teilnehmer die Zeit eine 1 Stündige Mittagspause einzulegen.
Nach der Mittagspause ging es dann gegen 14.00 /14.30 Uhr zum nächsten Programmteil über.
Mit einem Unterschied zum vorherigen Seminarteil: Die Teilnehmerzahl hatte sich plötzlich mehr als verdoppelt. Mit solch einem Andrang hatte wohl keiner der Ausrichter gerechnet. Dies verdeutlichte wohl die gute Lobby der Ausrichter: GM Woody, Kevin Lloyd und Ralf Kussler. Und die Teilnehmer sollten auch nicht enttäuscht werden.
Nach einem umfangreichen Aufwärmprogramm in aufgestellten Reihen, wurde den Teilnehmern in erster Linie ausgiebig Mae Mai und Look Mai Techniken vermittelt. Diese wurden von GM Woody, Kevin Lloyd und Ralf Kussler in Partnervorführungen vorgemacht und detailliert erklärt. Danach waren die Teilnehmer ebenfalls in Partnerarbeit aufgefordert die Techniken einzuüben. Dies ging letztendlich bis zum spielerischen Angriff und Verteidigungssparring über. Die Teilnehmer sollten versuchen die Begriffe (Namen der Techniken) zu behalten, sowie die Techniken selbst korrekt ausführen zu können. Dabei gingen Woody, Kevin und auch Ralf durch die Reihen und korrigierten die fehlerhaften Technikausführungen sehr ausführlich. Dabei waren die drei sich auch nicht zu schade, selbst mal Hand anzulegen. Die Kraft von GM Woody habe ich selbst zu spüren bekommen. Zum Abschluss des doch umfangreichen Seminars waren alle Beteiligten aufgefordert So viele Techniken zu wiederholen, an die sie sich erinnern konnten. Nun merkten die Newcomer unter den Teilnehmern sehr schnell, wie umfangreich doch das Repertoire der Mae Mai und Look Mai Techniken ist, die ja eigentlich nur die Basistechniken des Muay Thai darstellen. Nach ca. 4 doch relativ anstrengenden Stunden gab es einen noch wirklich schönen Cooldownteil, der von GM Woody ausgeführt, in einem meditativen Teil mit doch beeindruckenden und beruhigenden Worten ihren Ausklang fand. Eine tolle Erfahrung für mich einfach für ein paar Minuten völlig abzuschalten und durch bedeutsamen Worte schnell eine innere Ruhe zu finden.
Ansonsten hat sich das Seminar sehr für die Beteiligten gelohnt. Es wurde umfangreich und auch detailliert ein Maß vermittelt, das verarbeitbar war. Der Teilnehmer sollte schließlich lernen ohne überfrachtet und überfordert zu werden. Körperlich anstrengend war es allemal, aber das ist halt unser Sport. Ich kann nur jedem raten, der sich für die korrekte Ausführung der Techniken interessiert, ein Seminar von GM Woody zu besuchen. Ich hatte nun das 2te mal das Vergnügen auf einem Seminar von GM Woody dabei zu sein und bin wirklich nicht enttäuscht worden. Zumal dieses Seminar für einen Teil im Prinzip eine Auffrischung des Stoffes für die am nächsten Tag anstehenden Khanprüfungen war. Da konnte so manch einer 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Für mich stand jedenfalls am 04.12. also Sonntag die GMTF Trainerabschlussprüfung auf dem Programm. Davon im nächsten Bericht mehr.
In diesem Sinne mit sportlichen Grüßen aus Dortmund Frank |
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04.12.2005 Abschlußprüfung Trainerausbildung GMTF
Hallo,
am 03.12.2005 und 04.12.2005 fand im Base in Gelsenkirchen ein großes Muay Thai Wochenende statt.
Der Showdown eines Vorbereitungsjahres:
Die Trainerabschluprüfung der GMTF C Lizenz.
Deswegen haben wir (eine Gruppe von 8 Leuten) uns im Prinzip ein Jahr lang geschunden. Die Praxis sowie Theorie unseres Sports und medizinische sowie rechtliche Gebiete aber auch umfangreiche kulturelle Aspekte wurden in der Trainerausbildung vermittelt. (Ich habe schon in mehreren Etappen darüber im Board berichtet und die Interessenten unter euch auf dem Laufenden gehalten.
Am 04.12. war es dann so weit: die Prüfung.
Die Prüfung begann morgens mit dem theoretischen Teil und nahm ca.1,5 Stunden in Anspruch. Ein umfangreicher Fragenkatalog quer durch alle mit der Ausbildung verbundenen Gebiete sollte beantwortet werden. Da waren schon sehr detaillierte Kenntnisse erforderlich um diesen Teil zu bestehen. Den Teilnehmern war schon die Anspannung anzumerken. Nach der Theorie sollte ja noch der Praxisteil folgen. Manch einer hatte auch noch ein flaues Gefühl in der Magengegend, eine abschließende Khanprüfung zu absolvieren.
Nachdem der theoretische Teil abgeschlossen war, folgte der Praxisteil: Die Teilnehmer hatten zu Hause eine Lehrprobe ausarbeiten müssen, in der sie eine Trainingsstunde ausarbeiteten und nun auszugsweise mit den Schülern vorführen mussten. Jedem Teilnehmer standen ca. 15 Minuten zur Verfügung. Die Palette reichte von geraden Fußtritten über Fauststöße bis hin zur Distanzverkürzung. Nachdem ein Prüfling seinen Part Unter den Augen der Prüfungskommission absolviert hatte, wurde er zunächst gebeten seine Ausführungen zu kommentieren und dann wurde praktisch die Leistung von allen Teilnehmern analysiert und gute sowie schlechte Teile angesprochen.
Es kam bei diesem Prüfungsteil vor allem darauf an, wie logisch der Ablauf aufgebaut war, warum etwas so gemacht wird wie es gemacht wird und wie die Umsetzung von der Theorie in die Praxis klappt. Da wir „nur„ 8 Leute waren, war dieser Teil mit 2 Stunden zu absolvieren. Teilweise kamen noch etliche Minuten für Khanprüfungen dazu.
Nahm man nun noch den Vortag mit dem knackigen und anspruchsvollen GM Woody Seminar dazu, so ergab sich doch zumindest was die Teilnehmer des Trainerlehrgangs angeht (die haben ja an allem teilgenommen) eine doch enorme psychische und körperliche Beanspruchung. Das Wochenende ist wohl an keinem von uns spurlos vorbei gegangen.
Aber alles in allem haben es alle Teilnehmer doch relativ souverän ,zumindest was den Praxisteil angeht, geschafft. Über den theoretischen Teil der anderen hatte ich keinen Überblick. Jeder hat sein bestes gegeben und sich im Endeffekt selbst für seine Mühen belohnt. Manch einem fiel es leicht, weil er schon umfangreiche Trainerstunden gegeben hat, für andere war es das erste Mal auf dem Präsentierteller. Aber der doch umfangreiche Lehrgang hat durch seine Intensität alle auf eine solide und ausbaufähige Basis gestellt. Er hat Theorie und Praxis interessant und unterstützend vermittelt. Ich denke mit der Absolvierung des Lehrgangs haben alle gelernt. Nicht nur Schüler sondern auch Ralf Kussler und Wilfried Peters als Dozenten.
Ihnen möchte ich hiermit auch noch mal meinen speziellen Dank für die erstklassige Arbeit aussprechen. Es verdient schon von allen Seiten enormen Respekt, wenn man Wochenenden opfert um professionell sein Wissen an Dritte weiterzugeben.
Grüße auch an alle aus unserer Truppe.
Wir werden uns im neuen Jahr wiedersehen. Zunächst beim nächsten Teil vom Kampfrichterseminar, danach vielleicht Aufbauseminar oder B Lizenz. Wir werden sehen. Es wird schon Möglichkeiten geben die neu gewonnenen Verbindungen und Freundschaften zu pflegen. So kann Sport halt auch sein- so sollte es jedenfalls sein.
In diesem Sinne war das nunmehr der letzte Part meiner Berichte von der GMTF Trainerausbildung. – zumindest was die C-Lizenz angeht.
Wer Fragen oder Interesse an einer eventuellen Lehrgangsteilnahme hat kann sich an Ralf Kussler wenden () oder ()
Also machts gut man sieht sich bestimmt hier oder da
Gruß Frank Ein schönes Erinnerungsfoto vom 04.12.2005: |
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11.02./12.02.2006 Kampfrichterlehrgang WMF Part II
Hallo,
am 11.02.2006 und 12.02.2006 fand im Base in Gelsenkirchen eine Wiederholung/Auffrischung des 1.Teils der Kampf- und Ringrichterausbildung sowie der aufbauende Teil 2 für diejenigen, die den ersten Teil im Dezember 2005 schon absolviert hatten, statt.
Am Samstag den 11.02.2006 begann die schon freudig erwartete Fortsetzung des Kampfrichterlehrgangs gegen 11 Uhr unter der Leitung Kevin Lloyd und seiner Frau Jessica sowie Ralf Kussler. Die Veranstaltung zählte ca. 20 interessierte Teilnehmer aus dem In- und Ausland.
Es wird noch ein dritter Teil in Thailand im März sowie für die, die nicht vor Ort sein können, dieser Teil im Europäischen Ausland oder sogar in Deutschland, stattfinden.
Es folgte eine ausführliche Wiederholung sowie für die Teilnehmer die schon den 1.Teil absolviert hatten, eine Auffrischung des Inhaltes des 1.Teils. Der Kampfrichterlehrgang begann mit einer sehr interessanten Vorstellung des „Kampfrichter-Jobs„,seiner Bedeutung und einer teilweise sehr ausführlichen Vorstellung des ca. 70 seitigen Regelwerkes der W.M.F, wie schon bereits im 1. Teil im Dezember.
Diesmal ging der Lehrgang jedoch mehr in die Tiefe. Es wurden den Teilnehmern die Punktwertung sowie das korrekte Ausfüllen der Scorecard und ihrer einzelnen Bestandteile erklärt.
Einige Begriffe und Abkürzungen hatte ich noch im Hinterkopf. Das waren z.B Abkürzungen wie R.S.C (Referee Stopps contest), CCTL (Count to the Limit= 3x angezählt in einer Runde (bis 8) oder 4x über die gesamte Kampfdistanz) oder aber W.P. (Win by points) etc.
Diese Begriffe wurden erneut abgefragt und denjenigen, für die sie neu waren, ausführlich erklärt. Es wurden ebenfalls viele Fragen zu den einzelnen Begriffen gestellt, die immer fachgerecht und auch anschaulich von Kevin beantwortet wurden. Ralf fungierte dabei teilweise als Dolmetscher, der das Englische Fachvokabular ins Deutsche übersetzte und einige Ausführungen vertiefte.
Es wurden generelle Themen wie Wai Kru und Amateur Muay Thai sowie, die Vermeidung eines Unentschieden bei Amateurkämpfen besprochen.
Wiederum wurde ein hoher Stellenwert auf die korrekte Positionierung aller Beteiligten am und im Ring gelegt und auch deren korrektes Verhalten aufgezeigt. Man bekam z.B. vermittelt, dass Warnungen des Ringrichters gegenüber dem Kämpfer für alle Beteiligten gut sichtbar sein müssen, weil der Zuschauer in der letzten Reihe bei vollem Haus (was natürlich insbesondere für die Kampfrichter gilt) nicht alles was der Ringrichter so sagt, aufgrund der Lautstärke auch versteht.
Danach wurden praktisch die Lehrgangsteilnehmer erneut zum Rollenspiel gebeten. Eine komplette Kampfsituation von Beginn (Einnahme der Plätze aller Beteiligten: Punktrichter, Ringrichter, Zeitnehmer und Arzt sowie Kämpfer) wurde simuliert und bis hin zum korrekten Ablauf (Überprüfung der Schutzausrüstung der Kämpfer/Kampf und anschließender Wertung) wurden spielerisch durchgeführt.
Dabei wurden ebenfalls Erklärungen zu einzelnen Aktionen gemacht, ggfs. Falsche Verhaltensweisen korrigiert und Fehlerquellen abgestellt.
Ebenfalls waren die Teilnehmer dazu angehalten ihre Meinung über eventuelles Verhalten/Fehlverhalten des Ringrichters und auch Wertung der Showkämpfe abzugeben. Die war wirklich eine sehr gelungene Form des Lernens: Learning by doing.
Nun konnte im Prinzip jeder am eigenen Leib feststellen, wie schwer doch die Aufgabe des Ringrichters ist. Manche machten halt schon Fehler bei der Überprüfung der Schutzausrüstung, andere bei der Aufstellung im Ring und der Dritte hatte die Verbeugung oder den Sichtkontakt zu den Kampfrichtern einfach vergessen. Eigentlich waren von den neuen Teilnehmern analog die Fehler der Teilnehmer des Lehrgangs im Dezember gemacht worden. Ich musste schon schmunzeln. Es ist halt keine leichte Aufgabe als Ringrichter. Alles will gelernt und immer wieder in der Praxis angewandt sein. Nur so kann man Sicherheit bei der Ausführung des Jobs bekommen.
Beim 2. Teil des Lehrgangs wurde aufgrund der sehr ausführlichen Behandlung das Rollenspiel in mehrere Sequenzen unterteilt. 1) vor dem Kampf 2) Während des Kampfes 3) nach dem Kampf.
Diese Aufteilung und Übung der einzelnen Sequenzen lässt eine eindeutigere und korrektere Fehleranalyse und Verbesserung zu, da der Umfang nicht so groß ist, als wenn alles komplett abläuft und nur einige Fehler dem Betrachter im Kopf hängen bleiben.
Dies konnten die Teilnehmer am ersten sowie zu Beginn des zweiten Tages ausführlich üben. Jeder kam bei allen drei Sequenzen zum Einsatz und das Verhalten wurde auch entsprechend kommentiert. Hier zeigte sich, dass das Rollenspiel eine erstklassige Methode zur Erlernung ist. Visualisierung und Learning bei doing unter den Augen vieler Kritiker ist die beste Methode einen Lerneffekt zu erzielen. Man strengt sich an und konzentriert sich besser, als wenn man einfach nur zusieht und zuhört. Das hat jeder Teilnehmer am eigenen Leib erfahren.
In diesem Zusammenhang wurden erneut die Befehle wie chok (Kämpft/Kampf), yut (Stop) sowie yak( auseinander) erklärt und deren Anwendung verdeutlicht.
Alles in allem erneut eine absolute interessante Erfahrung, was die Aufgaben von Ring- und Kampfrichter und deren Verhalten angeht.
Auch wurde den Teilnehmern die Punktwertung per EDV/PC System vorgestellt. Eine wirklich gelungene und interessante Vorstellung. Der lange Tag endete nach 17 Uhr. Jeder Teilnehmer hatte eine Menge an neuen und vertieften Informationen zu verarbeiten.
Am Sonntag den 12.02.2006 begann der der Tag mit Erklärungen und Erläuterungen zur Praxis. Hier wurde verdeutlicht, dass so mancher Kampf von der Punktverteilung her sich erheblich von dem unterscheiden kann, was der Zuschauer sieht. Manche Treffer und Aktionen, die vom Publikum wahrgenommen werden sind in Wirklichkeit keine klaren Treffer, sondern gehen auf die Deckung. Der vielleicht weniger aktive Kämpfer setzt die klareren Treffer und gewinnt den Kampf nach Punkten. Dies passiert in der Praxis sehr oft. Als Kampf-, bzw. Ringrichter sieht man den Kampf mit anderen Augen. Auch achtet man eher auf das Verhalten des Ringrichters. Und wie ich ebenfalls erstaunt feststellen musste auf seine korrekte Kleidung.
Danach wurde erneut die Scorecard erklärt, die ja an diesem Tag zum Einsatz kommen sollte. Das eigentliche Highlight des Tages war eine Interclub Gala, bei der die Teilnehmer des Lehrgangs Praxiserfahrung sammeln sollten. Dazu später mehr.
Am Vormittag wurden die Befehle des Ringrichters erneut erklärt, die korrekte Schutzkleidung des Kämpfers bei Amateur Muay Thai Kämpfen gezeigt und am Mann veranschaulicht. Es wurde verdeutlicht wobei darauf zu achten ist und wie der korrekte Sitz zu überprüfen ist.
Desweiteren wurde das Verhalten des Ringrichters bei Verletzungen einstudiert. Verletzungen wurden hierbei natürlich nur simuliert.
Anschließend wurde das Verhalten aller Beteiligten nochmals einstudiert, weil ja nun bald der Ernstfall eintreten sollte.
Gegen Mittag fanden sich die Kämpfer der verschiedenen Clubs zum lockeren „Sparring„ im Base ein. Erstaunlicherweise folgten diesen eine große Masse an Publikum. Auf so einen Ansturm war niemand vorbereitet, denn diese Kämpfe sollten ja eigentlich zum Einsatz der Kampf- und Ringrichter in der Praxis dienen und nicht eine öffentliche Gala werden. Wie es auch sei nun war ein großes Publikum anwesend, dass seine Kämpfer auch noch frenetisch unterstützte.
Was will man mehr? Kampf- und Ringrichtertätigkeiten unter realen Bedingungen. Besser kann man nicht ins kalte Wasser gestossen werden.
Nun wurden die Rollen der Kampf- und Ringrichter aufgeteilt und man musste plötzlich die ungewöhnliche Aufgabe übernehmen über Sieg oder Niederlage zu entscheiden. Eine für mich völlig neue Erfahrung. Nachdem ich bei 5 oder 6 Kämpfen Punktrichter am Ring war kann ich behaupten, dass der erste Kampf für mich absolutes Neuland wahr und sich auch eine positive Nervosität bei mir zeigte. Aber ich konnte mich schnell an die ungewohnte Verantwortung gewöhnen und es begann richtig Spass zu machen. Man hörte nicht mehr auf das Publikum, sondern es galt nur blau oder rot und klare Treffer, ansonsten nichts- egal was wer rief und wie laut. Daran muß man sich wirklich erst gewöhnen. Plötzlich hat man die Verantwortung über den Ausgang des Kampfes zu entscheiden, und da ist wirklich volle Konzentration gefragt. Man will nun auch fair sein und muss ebenfalls geistige Höchstleistung bringen. Das erwarten schließlich die Kämpfer, Trainer und das Publikum.
Zu sehen waren wirklich teilweise hochkarätige Kämpfe, manchmal schon fast übertrieben hart. Alles in allem eine wirklich gut gelungene Veranstaltung, die ich wirklich in guter Erinnerung behalten werde. Ich freue mich schon auf den ersten Punktrichterjob bei einer Gala. Es hat wirklich Spass gemacht, ich lag mit meinen Urteilen nicht im Nirvana, sondern hatte aus meiner Sicht korrekt gepunktet, was auch durch die anderen Punktrichter bestätigt wurde. Ein knappes Urteil mit 3:2 hat es gegeben und ich habe für den Sieger ebenfalls gepunktet. War aber wirklich sehr knapp, denn ich hatte ein 2:1 innerhalb der 3 Runden gesehen. Nach 11. tollen Kämpfen und wirklich interessanter Tätigkeit wurde dann als sich die Reihen gelichtet hatten und die Halle wieder leer war, die Scorecards und deren Ausfüllung begutachtet und analysiert. Einige Lacher waren dabei, z.B. Punkte waren auf einem Zettel Vergeben, ansonsten fehlte alles. Der war natürlich der Brüller. Kann ja mal in der Hektik passieren… Ansonsten wurde die Ringrichtertätigkeit verschiedener Leute bewertet als wie auch die Ergebnisse der Punktrichter besprochen. Ebenfalls wurden einige Verhaltensweisen besprochen. Z.B. als sich ein Trainer über Regelverstösse lautstark und auch zurecht beschwerte. Genauso wie die nachfolgende abgeänderte Wertung des Kampfes durch das Kampfgericht.
Mit dieser Fehleranalyse und hilfreichen Kommentierungen einiger Aktionen schloss der 2.te Tag wiederum nach 17.00 Uhr.
Ich für meinen Teil habe eine völlig neue Erfahrung gewonnen, es hat mir wirklich Spass gemach und ich glaube an diesem Nachmittag ist wirklich jeder auf seine Kosten gekommen. Man hat mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen auch wenn man mit solch einem Publikumsansturm nicht gerechnet hatte. Aber so war es umso besser, denn die Nebeneffekte wie laute und aufgebrachte Zuschauer sind nun mal Teil solcher Veranstaltungen und da zeigte sich dann auch wie Nervenstark der eine oder andere Seminarteilnehmer war und wieweit er sich von dem Druck befreien konnte oder ihn sogar positiv nutzte sich besser zu konzentrieren.
Hier zeigte sich wieder die Klasse und Professionalität mit welcher ein Seminr veranstaltet wurde. Speziell danken möchte ich Joshi für die Organisation und die super Location „The Base„, in die ich immer gerne wieder komme. Man kann sich wirklich wohl fühlen. Aber auch Jessica, Kevin und Ralf, die ihren Job als Referenten wirklich erstklassig beherrschen und mit denen ich immer gerne zusammentreffe, da hier Professionalität, Know How und Menschlichkeit vereint zusammenwirken und es nicht nur darum geht irgendwelche theoretischen Themen an den Mann zu bringen. In dieser Umgebung fühle ich mich wohl, und das bestätigt auch das Feedback einiger Teilnehmer, die sich genauso wie ich auf die nächste Veranstaltung freuen.
Und die kommt bestimmt…….
Zunächst wünsche ich aber dem 20 Köpfigen GMTF Team (darunter 10 aktive Teilnehmer), das nach Thailand zur WM fliegt, einen angenehmen und sportlich erfolgreichen Aufenthalt.
Danach werden wir uns in alter Frische beim nächsten Seminar treffen und vielleicht sogar einiges an neuen Dingen aus Thailand berichtet bekommen.
Bis dahin verbleibe ich mit sportlichen Grüßen
Frank |
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